Farbraum 1

 

 

 

 

Ein Projekt der Ludwig Richter Schule 
gefördert durch das Hessische Kultusministerium, Projektbüro Kulturelle Bildung

Unser Projekt „Farbraum“ adressiert alle unsere Grundschulkinder sowie die Kinder unserer beiden Intensivklassen und macht einen Gruppenraum unserer Schule zu einem Raum der Farbe und des Dialogs der Kinder.

1. Projektidee
In der Regel besitzen Grundschulkinder zu Beginn ihrer Schulzeit noch eine ganz eigene Bildsprache, die noch wenig durch gesellschaftliche Normen und äußere Erwartungen beeinflusst ist. Im Laufe ihrer Schulzeit wachsen bei den Kindern dann die eigenen Erwartungen an ihre bildnerische Ausdrucksfähigkeit. Äußere Einflüsse auf ihre Bildsprache nehmen zu und viele Kinder verlieren das Vertrauen in ihre eigene bildnerische Ausdrucksfähigkeit, wodurch meist auch ihr Interesse sinkt, mit Sozialpartnern in den Dialog über und durch eigene Bilder zu treten.

farbraum 2

Dem wollen wir mit unserem Projekt „Farbraum“ entgegenwirken. Kinder, die unseren Farbraum betreten, betreten einen Raum, der frei ist von äußeren Erwartungen, handwerklichen Unzulänglichkeiten und Ablenkungen durch Unwesentliches. Der Farbraum ist Raum, in dem alles vorbereitet ist und in dem es klare Regeln gibt. Hierdurch entsteht eine höchst motivierende Atmosphäre, in welcher die Konzentration auf sich und das Wesentliche bestmöglich gefördert wird. Im Farbraum begeben sich die  Kinder auf ganz natürliche Weise in den Dialog mit Farbe und dem weißen Papier und können die Wechselwirkung von eigenem bildnerischen Ausdruck und eigener Bildrezeption frustrationsfrei erleben.

 

2. Wie wir den Farbraum nutzen
Unser Farbraum ist komplett mit Pinnwänden ausgekleidet, an welchen großformatige Papiere aufgehängt werden. Gouache-Farben in 12 Tönen sind in Reichweite der Kinder auf einer Farbpalette platziert. Jeder bereitgestellten Farbe werden 2-3 Pinsel beigelegt. Somit müssen die Pinsel zum Wechsel einer Farbe nicht von den Kindern gespült werden und der Malprozess wird möglichst nicht unterbrochen. Auch können somit mehrere Kinder um die Farbpaletten herum arbeiten und haben immer ausreichend viele Pinsel für den Zugriff auf die gewünschten Farben.

farbraum 3Wenn ein Kind entscheidet, dass sein Bild fertig ist oder wünscht, die Bildfläche zu vergrößern, wird das Papier ausgetauscht oder ein zusätzliches aufgehängt.

Der Farbraum kann von bis zu 15 Kindern zeitgleich genutzt werden. Die Kinder können jeweils bis zu einer Zeitstunde im Farbraum malen. Den Stundenplan haben wir entsprechend angepasst. Jedes Kind soll möglichst zu Beginn seiner Zeit in unserer Grundschule ein halbes Jahr lang den Farbraum nutzen lernen, um in der Folge die Möglichkeit zu haben, die Farbraum-AG am Nachmittag zu besuchen.


Schule und Betreuung gemeinsam unterwegs – die Klasse 4a besucht das Senckenberg Naturmuseum

Am Donnerstag, den 16. Juni 2016, besuchte die Klasse 4a zusammen mit ihrer Lehrerin und dem Koordinator der erweiterten schulischen Betreuung das Naturmuseum Senckenberg. Die Schülerinnen und Schüler kamen so in den Genuss einer museumspädagogischen Führung, die durch Anregungen und gezielte Fragen der Lehrerin unterstützt wurde. Die Themenvielfalt reichte dabei von Umweltverschmutzung, der Artenvielfalt bis hin zur Unterscheidung von „echten“ und „unechten“ Fossilien. Diese Form des Ausfluges von Schule und Betreuung traf auf ein sehr ausgeprägtes Interesse der Kinder und bietet auch für die Zukunft Möglichkeiten zur gemeinsamen Zusammenarbeit.

Senckenberg1  Senckenberg2


IMG 2376Die 3a und Don Carlo

Am Dienstag, den 21.6.2016, ging es für die 3a zur Lesung von Oliver Scherz ins Literaturhaus. Der Autor hat Stellen seines Buches ,,Keiner hält Don Carlo auf“ anschaulich erzählt und musikalisch begleitet. Die Klasse durfte viele Fragen stellen und hat signierte Autogrammkarten des Autors erhalten. 

img 2379Ein Exemplar seines Buches hat Oliver Scherz der Klasse 3a gewidmet.

Vielen Dank an den Autor für die tolle Lesung und an die Elternschaft für die Unterstützung und Organisation.


tafelEine digitale Tafel im Unterrichtsversuch

Seit wenigen Tagen steht sie nun im zukünftigen Klassenzimmer der Klasse 2b. Ausgestattet mit Höhenverstellung, zwei Tafelflügeln, kräftigen Lautsprechern und weißer, widerstandsfähiger Oberflache.

Klar, dass man auf dieser Tafel nicht mehr mit weißer Kreide schreibt. Warum steht eine solche digitale Tafel in unserer Schule und wie arbeitet man mit ihr?

 

 

 

1. Funktion einer herkömmlichen Kreidetafel

Die Kreidetafel, so wie wir sie kennen, ist ein überwiegend unidirektionales Medium. Eine an ihr arbeitende Lehrerin verschriftlicht dort in der Regel ihre eigenen Überlegungen und Vorbereitungen. tafel um 1900Schülerinnen und Schüler beobachten sie und lesen die angebotenen Inhalte. Seltener wird im Entstehen eines Tafelbildes ein dynamischer Prozess initiiert, in dem wesentliche Teile des Tafelbildes durch die Kinder der Klasse verändert, bearbeitet oder sogar erst noch entwickelt werden.

Auch mir wurde noch von Ausbildern gesagt, ich müsse mir schon vor Unterrichtsbeginn genau überlegen, was ich auf die Tafel schreiben und zeichnen werde. Je umfangreicher ein solches geplantes Tafelbild auf der Tafel werden soll, desto unveränderlicher wird es.

 

2. Erfahrungen aus dem Umgang mit Computern

Im Umgang mit Computern machen wir die Erfahrung, dass es einfacher ist, einen Text mit Hilfe eines Computers und einer Textverarbeitung zu schreiben, als einen Text mit Schreibmaschine zu tippen, ihn anschließend mit der Schere in Stücke zu schneiden und in einer neuen Anordnung wieder zusammen zu kleben, um eine gewünschte Aussage noch besser zum Ausdruck zu bringen.

Aber nicht nur bei der Textverarbeitung nutzen wir heute wie selbstverständlich die Vorteile die uns Computer bringen, wenn Dinge nachträglich noch weiter bearbeitet werden sollen. Der Computer hat sich in sehr vielen Bereichen als ein Gerät etabliert, das es uns ermöglicht, auf die verschiedensten Medien und Informationen von einem Platz aus zuzugreifen und diese unseren Erfordernissen anzupassen.

 

 3. Die interaktive Tafel

Ein Computer in Verbindung mit einer interaktiven, digitalen Tafel geht nun einen Schritt weiter. Diese Kombination versetzt uns in die Lage, beinahe jede Form von analogen und digitalen Unterrichtsmedien darzustellen und ermöglicht einen interaktiven Umgang mit Unterrichtsthemen. Tafelbilder können nun direkt an der Tafel weiter bearbeitet, beschriftet, dem aktuellen Unterrichtsgeschehen angepasst werden und weil wir sie speichern können, bleiben uns wichtige Inhalte und Aspekte eines Themas am Ende einer Schulstunde erhalten.

Tafelbilder können nun noch leichter so angelegt werden, dass sie im Unterricht als motivierende Ausgangspunkte für eine interaktive Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit den Themen des Unterrichts genutzt werden. Mit entsprechenden Tafelbildern können ergebnisoffene Interaktionen der Schülerinnen und Schüler ermöglicht und somit Lernprozesse befördert werden.

 

4. Der Unterrichtsversuch an der Ludwig-Richter-Schule

Seit 2009 konnte ich viele positive Erfahrungen im Umgang mit interaktiven digitalen Tafeln sammeln. Erst als Klassenlehrer, später als Trainer für Lehrerinnen und Lehrer. Im Laufe der Jahre entwickelten sich die digitalen Tafeln weiter, wie auch deren unterrichtliche Nutzung. Dieses Jahr bot sich der Ludwig-Richter-Schule die Gelegenheit, in Kooperation mir dem Schulamt der Stadt Frankfurt zu erproben, welche Vor- und Nachteile das aktuellste digitale Tafelmodell für den Unterricht hat. Zusammen mit der Klassenlehrerin der 2b werde ich deshalb bis zum Sommer erproben und evaluieren, welche Vor- und Nachteile das neue System für den Unterricht in unserer Schule bietet. Eine spannende Zeit, von der wir viel Positives erwarten. 

Tobias Oswald
Schulleiter


Die Klasse 4a besuchte das Theater Gruene Sosse

Theaterbesuch2016

Am 18. Januar war die Klasse 4a im Theaterhaus Gruene Sosse in der Schützenstraße in Frankfurt und hatte mit Begeisterung das Stück "Eltern vermisst", einen Krimi für Kinder, gesehen. Danach durften sich alle mit den Schauspielern fotografieren lassen und sogar deren Kostüme anprobieren. Da das Theater nun Probeklassen für sein neues Stück zur Verkehrserziehung "Gucken, gucken, noch mal gucken" sucht, freut sich die 4a besonders, am Donnerstag, 11. Februar 2016 wieder ins Theater gehen zu dürfen.